Kategorie: Berichte

Berichte von und über Ars Musica

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Unterwegs im Lande Nippon mit der Roten Libelle

Zwölf Tage war der Thüringer Männerchor Ars Musica auf Gastspielreise in Japan. Das Ensemble gab Konzerte in Tokio, Osaka und der historischen Stadt Nara und erlebte japanische Lebensweise.

Suhl – „Japan ist anders“, Chormitglied Alexander Vierling steht dieser Tage noch, wie die anderen Mitglieder von Ars Musica ebenfalls, unter den Eindrücken dieser ungewöhnlichen Gastspielreise. Am Wochenanfang sind die Sänger und ihr Leiter Hubert Voigt wieder zurückgekehrt. Zwanzig Stunden unterwegs, von Osaka nach Frankfurt, via Dubai, das ist schon eine Weltreise.

Der Chor war zwar schon einmal in Fernost, in China, aber das Erlebnis Nippon, das ist nicht zu vergleichen, sagt Vierling, und sortiert selbst nach ein paar Tagen daheim das Erlebte. Insgesamt sieben Konzerte haben die Sänger gegeben, davon vier in Tokio, zwei in Osaka und eines in Nara, der allerersten Hauptstadt Japans, deren unzählige beeindruckende Tempelanlagen zum Unesco-Weltkulturerbe gehören. Es war eine völlig andere Welt, in die der Männerchor mit Wurzeln im Suhler Knabenchor eintauchte.

Tokio, sagt Vierling, sei für die meisten von ihnen zunächst ein Schock gewesen, die Stadt mit über 13 Millionen Einwohnern gleiche einem Moloch, wohin man schaue grauer Beton, und kaum Grün. Und dass mehrmals am Tage die Erde leicht wackelte, auch daran mussten sie sich erst einmal gewöhnen. Die japanischen Menschen haben sie als ausgesprochen höflich und mit einer guten Umgangskultur erlebt. Und selbst wenn Atomkraftgegner – wie in Tokio erfahren – auf die Straße gehen, läuft alles sehr diszipliniert ab. Nur sprechen, so Vierling, mochte keiner der Demonstranten darüber, „sie schämen sich für ihre Regierung, dafür dass so etwas zugelassen wurde“, das habe er den wenigen Worten entnommen, die manche der Atomkraftgegner dann doch fallen ließen.

Konzert in Kawaskai gemeinsam mit dem Chor der örtlichen Highscool

Viel über die japanische Mentalität erfuhr Ars Musica während der Konzerte, alle sehr gut besucht. „Die Atmosphäre war sehr interessant, das Publikum reagiert nicht so euphorisch, ist dafür aber sehr sachkundig. Die Leute wissen einfach, was sie hören, haben sehr hohe Qualitätsansprüche, zeigen Herzlichkeit und sind sehr, sehr deutsch-affin“, schildert er seine Beobachtungen.

Bei zwei Konzerten in der Hauptstadt brachte der Chor das Requiem von Gabriel Fauré zu Gehör. Unterstützt wurde er dabei von japanischen Solisten, dem Frauenchor Tokio, den Joy Singers und bei einer Aufführung zudem durch ein japanisches Instrumentalensemble. Das Erstaunen war groß, als sich die transportable Orgel als ein Ladegast-Instrument aus Rudolstadt entpuppte, das schon etliche Jahrzehnte auf dem Buckel hatte.

Der gemeinsame Auftritt mit dem Mädchenchor einer Highschool in Kawasaki, einem Vorort von Tokio – der zählt immerhin 1,4 Millionen Einwohner – endete schließlich, wie die anderen A-cappella-Konzerte ebenfalls, mit dem gemeinsamen Gesang des populären japanischen Volksliedes „Akatombo“, übersetzt „Rote Libelle“. Den Japanern ist das so bedeutungsvoll wie den Deutschen das Heideröslein.

Und immer, egal ob in Tokio, Osaka oder Nara – nach den Auftritten gab es stets ein Zusammensein mit dem jeweiligen gastgebenden Chor, Essen, Trinken, Teezeremonie, nette Gespräche. Für manches Zusammensein schlüpften die Ars-Musica-Männer sogar in einen Kimono. In Nara, während des Auftrittes in der örtlichen Bibliothek gemeinsam mit einer japanischen Sängerin, wo sich wahnsinnig viele Zuhörer drängten, kamen die Thüringer Männer nicht umhin, als Zugabe und zur besonderen Freude des Publikums den Schlusschor aus Beethovens 9. Sinfonie zu singen.

Gesehen haben die Sänger auch Etliches in den jeweiligen Städten. Für den größten Fischmarkt der Welt in Tokio sind sie sogar mitten in der Nacht aufgestanden. Die perfekte organisatorische Unterstützung vor Ort leisteten die Deutsch-Japanischen Gesellschaften. Als Begleiter reiste zudem der Leiter der Saalfelder Vocalisten Gerhard Häußler mit. Sein Ensemble hatte die gleiche Reise schon einmal 2007 gemacht.

[message_box type=“note“ icon=“yes“ close=“Hide“]Erschienen im Freien Wort 26.04.2013
Autor: Lilian Klement
Foto: Yumiko Hiraki
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Berichte

Mit Fauré und Brahms nach Japan

Suhl – Künstlerischer Ehrgeiz, gepaart mit Unternehmungslust, war schon immer ein Markenzeichen des Thüringer Männerchores Ars Musica, der nächstes Jahr bereits auf sein zwanzigjähriges Bestehen zurückblicken kann. Hervorgegangen aus dem Suhler Knabenchor haben sich seither über vierzig Ehemalige dem Chor-Geist und ihrem Leiter Hubert Voigt verschworen. Zu Proben kommen sie noch regelmäßig aus allen Himmelsrichtungen in ihre einstige Heimatstadt zurück.

Ars Musica Japan

Die Probenwochenenden, ob in Heinrichs oder jetzt im März in der städtischen Musikschule, sind seit Ende Januar besonders intensiv, steht doch demnächst ein großes künstlerisches Ereignis bevor: eine Gastspielreise nach Japan. Vom 8. bis zum 24. April sind insgesamt acht Konzerte geplant – in Tokio, Kyoto und Osaka. Unterstützung erfuhren die ambitionierten Freizeitsänger dazu jüngst auch von der Klavierpädagogin Annett Mey von der Städtischen Musikschule. Denn auf dem Programm des Ensembles stehen nicht nur deutsche Volkslieder, Brahms, Mendelssohn oder geistige Werke von Heinrich Schütz und Michael Hadyn, sondern auch das Requiem von Gabriel Fauré. Es ist ein wunderschönes Stück Musik, das aber intensiver Einstudierung bedarf. Gesungen hat es Ars Musica noch nicht, der künstlerische Schwerpunkt des Ensembles liegt auf A-cappella-Gesang. In Japan, so Hubert Voigt gegenüber der Freies-Wort-Lokalredaktion, wird es zwei Aufführungsvarianten geben, eine mit kleinem Orchester, außerdem eine Fassung mit Orgel. Das sei nicht zuletzt eine Kostenfrage. Die Gesangsparts übernehmen eine japanische Sopranistin und einem japanischer Bariton. Außerdem werde Ars Musica verstärkt von zwei gemischten japanischen Chören.

Die meisten Konzerte, so Voigt, werden in der Hauptstadt Tokio gegeben. Und natürlich werden die über dreißig Mitreisenden auch ein japanisches Volkslied einstudieren, „Akatombo ist dort sehr beliebt, ich bin gespannt, wie es ankommen wird“, sagt Hubert Voigt lächelnd.

Die Konzertreise wurde vermittelt von der deutsch-japanischen Gesellschaft, finanziell unter die Arme greift die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, einige private Sponsoren haben ihre Portemonnaies geöffnet, und die Suhler Firma Aumatec unterstützt die Konzertreise ebenfalls. Den größten Teil müssen die Chormitglieder selbst stemmen. „Wir haben aber auch dafür gespart und unsere Konzerteinnahmen, beispielsweise jene vom jüngsten Auftritt am vierten Advent in der Suhler Kreuzkirche, mit für die Reise verwendet“, erklärt Voigt die Finanzierungssituation.

In Suhl verwurzelt

Reisen in ferne Länder sind Ars Musica nicht fremd. Die erste führte 1997 ins russische Kaluga, wo das Ensemble damals am Allrussischen Chorwettbewerb teilnahm und bereits ein Jahr später nach Prag. Dort wurde Ars Musica bei einem internationalen Wettbewerb mit dem Goldenen Band von Prag, dem ersten Preis, bedacht.

Ein besonderer Höhepunkt war eine Reise 2001 nach Peking, wo Tausende Zuhörer sich am Thüringer Männergesang erfreuten. Zwei Jahre darauf ging es nach Südafrika, und zu Ostern 2008 fuhr der Chor auf Einladung der Versöhnungsgemeinde in Santiago de Chile in das lateinamerikanische Land. Dort unterstützte er mit seinen Auftritten auch die karitative Gemeindearbeit in Chiles Hauptstadt. Nun also nach Japan – mit musikalischen Grüßen aus Suhl. Denn hier hat Ars Musica noch immer seine Wurzeln.

[message_box type=“note“ icon=“yes“ close=“Hide“]Erschienen im Freien Wort 21.03.2013
Autor: Lilian Klement
Foto: frankfoto.de
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Berichte

Spende von Ars Musica für Suhler Kindertafel

Suhl – Der Thüringer Männerchor Ars Musica ist nicht nur bekannt für seinen vorzüglichen Gesang, sondern ebenso für sein soziales Engagement. Vom traditionellen Weihnachtskonzert in der Kreuzkirche wird schon seit Jahren stets ein Euro der verkauften Tickets gespendet. Dieses Mal wurde die Suhler Kindertafel bedacht.

Am Samstagnachmittag, anlässlich einer Chorprobe im Gemeindehaus von Heinrichs, wurde an die Leiterin der Suhler Kindertafel Martina Sawitzki – sie hatte die Einrichtung 2007 ins Leben gerufen – ein symbolischer Scheck in Höhe von 900 Euro überreicht. Die Freude über diese große Summe – eine solche Spendenhöhe ist für diese Tafel nicht alltäglich – stand der engagierten Frau aus Goldlauter ins Gesicht geschrieben, als sie den Scheck aus den Händen des Vereinsvorsitzenden von Ars Musica, Thorsten Weiß, in Empfang nahm. Und dazu gab es viel Beifall der Sänger, denn, so Thorsten Weiß, mit der Kindertafel werde eine ganz besondere Form von gemeinnütziger Arbeit geleistet. Auf die Frage, ob es denn schon Überlegungen gebe, was mit dem Geld gemacht werden soll, rutschte Martina Sawitzki ganz spontan heraus, „wir brauchen dringend eine Brotschneidemaschine.“ Angesichts der 50 000 Scheiben Brot, die alljährlich geschnitten und geschmiert werden müssen von dem engagierten Team um Frau Sawitzki, erscheint dieser Wunsch nur allzu verständlich.

Einige der Chorsänger – die meisten sind längst nicht mehr in Suhl zu Hause – wollten mehr wissen über diese Einrichtung. Martin Oeltermann, verantwortlich für die Tafeln in Suhl und Zella-Mehlis und außerdem Vorsitzender aller Thüringer Tafeln, beschrieb es sehr anschaulich. Die Tafel übernehme für 96 Kinder in Suhl die Frühstücksversorgung, die Beutel würden am frühen Morgen in sieben Schulen verteilt. Es gäbe Familien, da sei mitunter tatsächlich der Kühlschrank leer, egal aus welchen Gründen. Kindern dürfte das aber nicht zum Problem werden, „ohne Frühstück sind sie weniger leistungsfähig, damit eben benachteiligt“, begründete Oeltermann diesen Hilfsansatz.

Kalender als Dank

Die Tafeln würden sich generell nur mit Spenden und Sponsoring am Leben halten, das decke aber längst nicht allen Bedarf, und festzustellen sei auch ein Rückgang der Spenden. Die Kindertafel werde von der Kirchgemeinde St. Marien getragen in Kooperation mit dem Stadtjugendring, das Defizit übernehme ebenfalls die Kirchgemeinde, erklärte Oeltermann die konkrete Situation.

Ein kleine Freude konnten Martin Oeltermann und Martina Sawitzki dem Chor zurückgeben, nämlich Kalender für 2012 mit stimmungsvollen Fotomotiven. Dieser wurde erstmals von den Thüringer Tafeln erstellt und ist als kleines Dankeschön gedacht an die treuen Förderer und Freunde dieser Einrichtungen. Gestaltet wurde er von der Bad Salzunger Tafelleiterin Silvia Rost. Die Titelseite ziert ein Spruch von Friedrich Schiller: „In der Not allein bewährt sich der Adel großer Seelen“.

Jubiläumskonzert im Juni

Als Menschen mit Herz und Seele fühlen sich auch die Mitglieder von Ars Musica. Im vorigen Jahr hatten sie dem Förderzentrum in der Aue eine stattliche Spende aus dem Weihnachtskonzert zukommen lassen. Dass sie diese für die Kindertafel nun am Samstag im Gemeindehaus in Heinrichs überreichten, hängt mit den Proben für ein besonders Konzert zusammen, das am 16. Juni in der Hauptkirche stattfindet. Damit soll das diesjährige Jubiläum „40 Jahre Chorgesang in Suhl“ festlich begangen werden. Und da singen Ars Musica, der jetzige Knabenchor und ehemalige Mitglieder gemeinsam unter Hubert Voigt.

[message_box type=“note“ icon=“yes“ close=“Hide“]Erschienen im Freien Wort 27.02.2012
Autor: Lilian Klement
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Berichte

Ars Musica in Budweis

Gemeinsamer Auftritt in der Hussitenkirche

Suhl –  Zu einem verlängerten musikalischen Wochenende weilte jüngst der Thüringer Männerchor Ars Musica in Suhls Partnerstadt Ceske Budejovice. Dort verbrachte die Sängerschar zusammen mit ihrem künstlerischen Leiter Hibert Voigt erlebnisreiche Tage.

Der Höhepunkt der Reise war ein gemeinsames Konzert mit dem südbömischen Gesangsverein und dem Orchester Budweis. Dank der guten Vorbereitung und Werbung kamen über 100 Besucher in die Hussiten-Kirche. Im ersten Teil des Konzertes hörte man eine Messe für Solisten, Chor und Orchester, aufgeführt von den Gastgebern. Den zweiten Teil gestaltete Ars Musica mit klassischem A-capella-Gesang der Extraklasse. Hervorzuheben ist die Erstinterpretation von „Um Mitternacht“, eines der schönsten Männerchorwerke von Anton Bruckner.

Großen Beifall gab es auch für das in der Originalsprache gesungene Werk „Veno“ von Bedrich Smetana. Im Anschluss waren sich die beiden Chören einig, dass man auch zukünftig zusammen musizieren wird. Als erster Schritt wurde die Einladung zu einem Gegenbesuch des tschechischen Gastgeberchores in Suhl vereinbart. Beide Seiten waren sich sicher, dass nun der Städtepartnerschaft zwischen Budweis und Suhl neue Impulse gegeben worden sind.

Natürlich wurde nicht nur gesungenm es gab auch ausreichend Gelegenheit, die schöne Stadt Budweis und die reizende Umgebung zu erkunden, einschließlich einer Schlauchbootfahrt durch die Flusslandschaft der Moldau.

Jetzt steht als nächster Höhepunkt das Sommerkonzert am 20. Juni in der Kirche St. Ulrich in Heinrichs an, Beginn ist um 14:30.

[message_box type=“note“ icon=“yes“ close=“Hide“]Erschienen im Freien Wort 01.06.2010
Autor: eigener Artikel
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Berichte

Eintrag ins Ehrenbuch

Suhl – Eintragungen ins Ehrenbuch von Suhl kommen gelegentlich auch Menschen zu, die zwar nicht mehr hier wohnen, die sich aber für die Stadt besonders engagieren. Hubert Voigt ist so einer, dem diese Ehre widerfährt. Es war eine gute Entscheidung der Suhler Stadtväter, die sie anlässlich des heutigen 65. Geburtstages von Hubert Voigt trafen, obwohl dessen Heimat seit über fünfzehn Jahren das schöne Städtchen Wangen im Allgäu ist. Eigentlich käme es Eulen nach Athen tragen gleich, zu erzählen, wer Voigt ist, zumindest Leuten, die mit dem hiesigen Musikleben verbunden sind. Er war jener Mann, der 1972 den Knabenchor gründete. In niemandes Auftrag, sondern in eigener Initiative, weil der damals junge, ausgebildete Musikpädagoge und Chordirigent Lust hatte, ein solches sehr spezielles Ensemble zu formen und darin eine künstlerische Herausforderung sah.

Immer Verbindung zu Suhl
Dass der Chor nach 37 Jahren immer noch präsent ist im Musikleben der Stadt, wenngleich nach 1993 unter verschiedener Leitung, hat etwas mit dem Geist zu tun, den Hubert Voigt seinerzeit in das Ensemble pflanzte. Und dem guten Ruf,den sich der Chor unter seiner Leitung erwarb, und an den nun Matthias Beckert unbedingt wieder anknüpfen will. Die Knaben aus den Anfangsjahren gründeten 1994 den Thüringer Männerchor „Ars Musica“ und setzen bis auf den heutigen Tag das gemeinsameSingen unter ihrem Leiter Hubert Voigt auf höchstem Niveau fort. Dafür wurden sie auch mit Preisen bedacht. Wenn Gesang zu einer verschworenen Gemeinschaft führen kann, dann beweist dies „Ars Musica“, denn über die Liebe zur Musik hinaus haben die Männer stets diese Zusammengehörigkeit geschätzt, obwohl es für die meisten längst nicht so einfach ist, sich zu begegnen, denn verstreut sind sie über ganz Deutschland.
Zu den Proben treffen sie sich aus alter Verbundenheit stets in Suhl oder Umgebung. Ende Februar wieder, diesmal auf der Johanniterburg bei Kühndorf, und dann gemeinsam mit dem Mädchenkammerchor aus Wangen. Vorbereitet wird ein großes Mendelsohn-Programm. Der Mädchenkammerchor,ebenfalls von exzellenter Gesangskultur – die Suhler konnten das im Mai 2007 bei einem gemeinsamen Konzert mit „Ars Musica“ hören – ist auch ein Ergebnis des musikpädagogischen Könnens und der Zielstrebigkeit von Hubert Voigt, er hat ihn aufgebaut, als er 1993 an die Jugendmusikschule „Württembergisches Allgäu“ wechselte.
Vor zwei Jahren begab sich Voigt in den „Altersruhestand“, wie er es ironisch formulierte, und schied aus dem Schuldienst aus. Doch wer ihn kennt, weiß um seine Rastlosigkeit. Auch wenn er es nun langsamer gehen lassen kann, heißt das noch lange nicht, dass er seine geliebte Chorarbeit an den Nagel hängen würde.
Und was er macht, das macht er sowieso nie halb. Das Mendelssohn-Projekt, es ist ein solches. Die Türen nach Suhl hat er in all den Jahren künstlerisch nie zugemacht. Hier weiß „Ars Musica“ eine treue Zuhörerschar, bei den traditionellen Weihnachtskonzerten sitzen stets Tausend Musikfreunde in der Kreuzkirche. Auch für die Restaurierung der Eilert-Köhler-Orgel engagierte sich der Chor mit Benefizveranstaltungen. Und man greift sogar dem jetzigen Knabenchor freundschaftlich unter die Arme. Tausend Euro spendete „Ars Musica“ aus den Einnahmen des jüngsten Weihnachtskonzertes. Der Scheck wird am Donnerstag übergeben. Eine Geste, die viel davon verrät, was künstlerische Wurzeln bedeuten können. Auch wenn deren Pflege nicht immer einfach war. Aber das weiß der Jubilar ja selbst.

[message_box type=“note“ icon=“yes“ close=“Hide“]Erschienen im Freien Wort 21.12.2010
Autor: Lilian Klement
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Berichte

Thüringännerchor zu Gast im LBI

Am Mittwoch, den 19. März, gastierte der Thüringer Männerchor Ars musica am Deutschen Lehrerbildungsinstitut Wilhelm von Humboldt. Die Sänger – und rund 120 begeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer – waren der gemeinsamen Einladung der Deutschen Schule Santiago, dem INSALCO und dem LBI gefolgt.

Ars Musica, 1992 vom bundesweit bekannten und renommierten Chorleiter und Musikpädagogen Hubert Voigt ins Leben gerufen, blickte in seinen Begrüßungsworten auf die Gründung seines Chores zurück, der sich aus dem 1972 von ihm etablierten Suhler Knabenchor herausentwickelte. Nach Auslandstourneen durch China und Südafrika steht in diesem Jahr Chile auf dem Programm des bereits vielfach ausgezeichneten Chores. Zwölf Tage nehmen sich die jungen Männer Zeit, Chile kennen zu lernen und musikalisch in insgesamt sieben Konzerten aktiv zu werden.

Der Chor begeisterte die zahlreich erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörer durch temperamentvoll und gleichzeitig einfühlsam vorgetragene geistliche, Kunst- und Volkslieder.

Der musikalische Abend klang mit einem Vino de honor zu Ehren der Thüringer Sänger aus, die auf diese Weise mit dem Publikum in froher Runde ins Gespräch kamen.

[message_box type=“note“ icon=“yes“ close=“Hide“]Erschienen im Condor 30.03.2008[/message_box]

Berichte

Spendenübergabe in der Stadtbücherei

Jede Menge neue Nahrung für kleine Suhler Leseratten
Männerchor „Ars Musica“ übergab 75 attraktive Bücher an Kinderbibliothek

Zu Ostern bescherte das Weihnachtskonzert des Thüringer Männerchores „Ars Musica“ den jungen Suhler Leseratten jede Menge neue Nahrung.
Suhl. Der Klangkörper hatte die Zuhörer seiner Weihnachtskonzerte 2004 in Seht und Erfurt: zu Spenden zugunsten der Kinderbibliotheken beider Städte aufgerufen. Insgesamt kam dabei eine stattliche Summe Geld zusammen, die für den Kauf neuer Kinderbücher verwendet wurde.

So konnten sich dieser Tage Büchereileiterin Irmhild Roscher, Ingeborg Machatschek von der Kinderbibliothek und die lesebegeisterten Kinder der Stadt über 75 nagelneue Bücher im Wert von rund 800 Euro freuen. „Die Diskussionen in den Medien um die nachlassende Lesebegeisterung der Kinder Kinder und die knappen Stadtkassen haben uns nach der Spende für ein Waisenhaus in Südafrika für aidskranke Kinder im vergangenen Jahr bewogen, diesmal den Spendenerlös zum Kauf von Kinderbüchern zu verwenden“, begründete Chor Vereinsvorsitzender Thorsten Weiß den Verwendungszweck bei der Übergabe der Bücher.

Echte Bereicherung

Dass die Sänger dabei voll ins Schwarze getroffen hatten, bewiesen die anwesenden Schüler der Ringbergschule, die sich hellauf begeistert von den Büchern aus dem Kinderbuchverlag Friedrich Oetinger zeigten. So wurden etliche der Bücher gleich nach der Übergabe bereits erstmals ausgeliehen. Der Hamburger Verlag ist bekannt durch die Herausgabe berühmter Kinderbücher von Astrid Lindgren anderer skandinavischer Autoren.
„Diese Bücher sind ein wahrer Segen für uns und eine echte Bereicherung unseres Bestandes“, freute sich Irmhild Roscher. Schließlich handle es sich um recht wertvolle, kostenintensive und sehr beliebte Exemplare, wie „Pippi Langstrumpf“ oder „Michel aus Lönneberga“. „Diese Bücher hätten wir aus eigener Kraft keinesfalls anschaffen können“, stellte die Büchereichefin fest.
Solcherart attraktive Neuanschaffungen trügen wesentlich dazu bei, den teilweise recht alten Bestand an Kinderbüchern aufzubessern, und so im Zuge der Leseförderung noch mehr Kinder als bisher für das Lesen und den Gang in die Bibliothek zu gewinnen, so Roscher.
Derzeit sind etwa 20 Prozent der Bibliotheksnutzer im Alter bis zu 13 Jahren. Diesen Anteil möchten die Büchereimitarbeiter gerne erhöhen. „Seit Neueröffnung der Stadtbücherei mit eigener Kinderbibliothek spüren wir da schon eine deutliche Steigerung“.

Hilfe auch für die Orgel

Neben der Suhler Kinderbibliothek bedachte der Chor auch die Erfurter Einrichtung mit einer Spende in Höhe von 500 Euro für neue Bücher. Ferner wurden in Suhl 750 Euro für die Sanierung der Eilert Kohler Orgel gespendet. Für deren Restaurierung werden insgesamt noch rund 200 000 Euro aus Spenden benötigt, weiß Thorsten Weiß.
Auch in diesem Jahr will der Männerchor sein Konzert am 4 Advent wieder zu einem Spendenaufruf nutzen, kündigte der Vorsitzende an. „Bisher wissen wir aber nach nicht, wen wir diesmal beglücken könnten.“ Deshalb sammele man bereits jetzt Vorschläge, welchem guten Zweck das Geld diesmal zukommen soll. „Wer Ideen hat, kann sich gern im uns wenden“, so Weiß.
Derzeit bereiten sich die Sänge auf ihr Frühjahrskonzert vor. Wie Thorsten Weiß ankündigt, werden dabei am Samstag, dem 25. Juni um 19.30 Uhr in der Kirche St. Ulrich in Suhl Heinrichs geistliche und weltliche Chorwerke aus über vier Jahrhunderten erklingen. Alle Musikfreunde sind dazu schon jetzt herzlich eingeladen.

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Erschienen im Freien Wort 31.03.2005
Autor: Georg Vater
Foto: frankphoto.de
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